Case Study · Plan.One
Beherrschung komplexer Produktdaten mit Structr
Wie Plan.One von der Graphtechnologie zur Verwaltung komplexer Metadaten profitiert
Kunde
Plan.One
Industrie
Bauindustrie – Gebäudetechnik und Architektur
Land
Deutschland

Structr Anwendungsfall
Plan.One
Plan.One ist eine Online-Plattform, die es Architekten und Ingenieuren ermöglicht, relevante Bauprodukte einfach und schnell zu suchen, zu filtern und zu vergleichen.
Ziel von Plan.One ist es, ein umfassendes Produktportfolio anzubieten, das eine echte Transparenz im Markt ermöglicht.
Bereits heute bietet das Unternehmen seinen Kunden ein großes – und ständig wachsendes – Portfolio an Herstellern und Produkten, die sowohl global sind als auch Nischen bedienen. Dazu gehören so bekannte Hersteller wie Schüco, Knauf, Nelskamp, Lamilux, Roma, Teckentrup und Keuco. Relevante Produktdetails und Planungsinformationen zu den jeweiligen Produkten dieser Hersteller können mit Hilfe von Plan.One direkt in die eigene Planungsumgebung von Architekten und Ingenieuren übernommen werden.
Wichtigste Highlights
- Flexibles, kundenspezifisches Meta-Schema-Management-Tool als Entwicklungs- und Laufzeitumgebung
- Digitaler Marktplatz für Bauprodukte
- Metadatenmodell auf der Grundlage von IFC
- Produkte von Kunden wie Schüco, Knauf, Nelskamp, Lamilux, Roma, Teckentrup, Keuco
Wichtigste Highlights
Bereitstellung von Bauprodukten auf einem digitalen Marktplatz
Unterstützung von BIM-Datenaustauschformaten, wie z. B. IFC
Import von Produktdaten in die Planungsumgebungen der Kunden
BIM (Building Information Modeling / Management): BIM wird verwendet, um alle relevanten Gebäudedaten digital zu modellieren, zu kombinieren und zu erfassen.
IFC (Industry Foundation Classes, DIN EN ISO 16739): Bezeichnet einen primären, weltweiten, offenen Standard für den Datenaustausch in der Bauindustrie. Dieser umfasst die logischen Gebäudestrukturen (z. B. Fensteröffnung – Wand – Boden – Gebäude), zugehörige Eigenschaften (Attribute) und optionale Geometrie.
Herausforderung
Building Information Modeling (BIM) revolutioniert derzeit als wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung die gesamte Baubranche.
Ein wesentlicher Beschleuniger dieses Umbruchs ist, dass das Format der zwischen den Akteuren auszutauschenden digitalen Daten durch die offene, plattformunabhängige ISO-Norm DIN EN ISO 16739 Industry Foundation Classes (IFC) definiert wurde.
IFC definiert baumartige Strukturen mit einer Vielzahl von produktspezifischen Attributsätzen. Deren Komplexität kann zwar mit Hilfe von Model View Definitions (MVD – Teilmengen des IFC-Datenmodells) für projektspezifische Anforderungen beim Datenaustausch in den BIM-Prozessen reduziert werden, dennoch ist es – auch um Bauprodukte vergleichbar und im Planungsprozess wiederverwendbar zu machen, z. B. im Hinblick auf die IFC Design Transfer View – notwendig, vordefinierte IFC-Formate und -Kategorien mit zusätzlichen Informationen anzureichern oder von Akteuren im Bauprozess bereitgestellte Produktinformationen auf bereits vorhandene Strukturen abzubilden.
Viele bestehende CAD- und/oder BIM-Systeme verfügen zwar über Funktionen zur Bearbeitung von IFC-Daten und -Strukturen, aber diese Systeme weisen unter anderem die folgenden einschränkenden Merkmale auf:
- Sie können nur als Bestandteil dieser geschlossenen monolithischen Gesamtsysteme genutzt werden und binden damit den Kunden an die Nutzung aller Funktionalitäten dieses Systems.
- Die Bearbeitungsfunktionalitäten sind in der Regel nicht kundenspezifisch erweiterbar.
- Sie ergänzen die verwendeten IFC-Formate häufig um proprietäre Systeminformationen, die vom Kunden selbst nicht verarbeitet werden können und den Datenaustausch mit anderen Akteuren erschweren.
- Sie erlauben keinen freien Zugang zu den ursprünglichen Datenbankstrukturen des verwendeten Systems und sind daher geschlossene, proprietäre Systeme.
Es wird schnell klar, dass solche monolithischen, proprietären Systeme („Closed BIM“) das BIM-Versprechen nicht erfüllen können, dass mit einem offenen Datenaustauschformat alle Freiheitsgrade der Verarbeitungsmöglichkeiten von IFC-Datenformaten zur Verfügung stehen.
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Vielmehr erweisen sie sich als entscheidender Engpass bei der flexiblen Verarbeitung von IFC-Strukturen und verhindern so die Entwicklung von Plattformdiensten wie Plan.One, deren Ziel es ist, verschiedenste Herstellerinformationen auf Basis des IFC-Standards vergleichbar zu machen.
Inzwischen ist klar, dass die festen Bearbeitungsmöglichkeiten für produktspezifische Modifikationen von IFC-Daten nicht ausreichen, um flexible Import- und Exportfunktionen bereitzustellen. Vielmehr wird eine Lösung benötigt, die die Möglichkeit bietet, Kategorien und Attributsets individuell zu modifizieren, anzureichern und zusammenzustellen – schnell, flexibel und nachhaltig.
Ein Lösungsansatz besteht darin, nicht nur die IFC-Strukturen, sondern auch die unternehmensspezifischen produkt- und prozessabhängigen Ergänzungen als zusammenhängende Graphen zu modellieren. Dieser naheliegende Ansatz gilt mittlerweile als besonders leistungsfähig und effizient für den BIM-Bereich (vgl. TU Dresden 2017, TUM 2018).
Strategie
Um diese Flexibilität zu ermöglichen, nutzt Plan.One eine Graphdatenbank, in der ein komplexes Metadatenmodell auf Basis von IFC abgebildet und mit einem Meta-Schema-Editor gepflegt wird.
Mit einer eigenen Entwicklungs- und Laufzeitumgebung haben die Experten der Structr GmbH dafür einen flexiblen, kundenspezifischen Meta-Schema-Editor geschaffen. In einem agilen Entwicklungsprozess wird dieser Editor kontinuierlich um zusätzliche Funktionen erweitert, wie z. B. die Integration von kundeninternen Freigabeprozessen für neue Produktkategorien oder umfangreiche Suchfunktionalitäten.
Die Kombination aus Graphdatenmodell und Metamodell-Editor ermöglicht Plan.One nicht nur die Pflege des Graphdatenmodells in einem komfortablen webbasierten Editor, sondern auch die Definition von produktspezifischen Integritäts- und Konsistenzbedingungen.
Erleben Sie
Plan.One hat von Anfang an die richtige Entscheidung getroffen und sein Geschäftsmodell auf einer Datenbank aufgebaut, die ein Maximum an Flexibilität, Wachstumsmöglichkeiten und Erweiterbarkeit bietet: einer Graphdatenbank. Mit der Wahl von Structr, einer strategischen Entwicklungs- und Integrationsplattform, die es dem Unternehmen ermöglicht, die Leistungsfähigkeit einer Graphdatenbank zu nutzen, hat das Unternehmen zudem die bestmögliche Lösung gefunden.
Ein besonderer Vorteil in der Zusammenarbeit zwischen Plan.One und der Structr GmbH war, dass die Funktionalitäten des Meta-Schema-Editors nicht nur entsprechend den Anforderungen von Plan.One erweitert wurden, sondern dass diese Erweiterungen sogar auf Datenbankebene in einem agilen Prozess (Scrum) umgesetzt werden konnten, ohne die Datenintegrität im laufenden Betrieb zu gefährden.
Angesichts der Tatsache, dass die Weiterentwicklung des IFC-Standards derzeit besonders intensiv und schnell vorangetrieben wird (IFC5 etc.), sichert dieser Ansatz die Zukunftsfähigkeit der Plattform und schafft die Möglichkeit, nachhaltig und agil auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren.
Gemeinsam mit Structr haben wir ein Tool entwickelt, das es unseren Mitarbeitern außerhalb der Entwicklung ermöglicht, die für sie relevanten Bereiche in unserer Datenbank selbständig zu verwalten.
Lösung
Plan.One bietet eine herstellerneutrale, unabhängige Plattform, die die Hersteller von Bauprodukten (z. B. Türen, Fenster, Dämmstoffe) mit den Verbrauchern (z. B. Architekten, Bauträger) zusammenbringt und insbesondere den Verbrauchern ermöglicht, Produkte nach ihren individuellen technischen oder gestalterischen Anforderungen zu suchen, zu filtern und zu vergleichen.
Bauprodukte, die auf BIM basieren, werden auf einem einzigen digitalen Marktplatz sowohl für den Import durch die Hersteller als auch für die Übertragung relevanter Produktdetails und Planungsinformationen direkt in die Planungsumgebungen der Nachfrager zur Verfügung gestellt. Der Datenaustausch erfolgt über das offene und herstellerunabhängige Datenaustauschformat IFC.
Die Plan.One-Lösung ist besonders bemerkenswert, weil sie den Vergleich aller enthaltenen Bauprodukte auf der Grundlage ihrer jeweiligen typspezifischen Attribute in einem breiten Spektrum von Produkteigenschaften ermöglicht. So haben beispielsweise Brandschutztüren und Dachflächenfenster einige gemeinsame Merkmale wie Abmessungen oder Material. Darüber hinaus ist aber auch der Vergleich auf Basis bauteilspezifischer Eigenschaften wie Brandschutzklasse oder Wärmeleitfähigkeitskoeffizient interessant.

- Maximale Flexibilität und Klarheit
- Unterstützung von Industriestandards
- Zentrale Stelle für die Pflege und Erweiterung des Metaschemas
- Einfache Definition und Erweiterung von Regeln und Beziehungen
- Statusabfragen in Echtzeit über komplexe Datenstrukturen
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Structr in dieser Lösung eingesetzt wurde?
Kontaktieren Sie uns gern jederzeit unter der Rufnummer +49 800 / 78 78 287 oder schreiben Sie uns eine Mail an contact@structr.com. Alternativ nutzen Sie unser Kontaktformular.
Axel Morgner
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